Der Entwickelungsraum
- Raum, sich zu entwickeln -

Instrumente und Klänge
Klänge laden dazu ein, zu experimentieren, zu lauschen und Neues zu entdecken.
Mit Instrumenten, Geräuschen und Tönen kann Ausdruck finden, was sich mit Worten manchmal nicht sagen lässt. Stimmungen, Gefühle und innere Bilder dürfen hörbar werden – leise oder kraftvoll, geordnet oder ganz frei.
Dabei geht es nicht um musikalisches Können, sondern um das eigene Erleben und die Freude am Ausprobieren.
So können Klänge einen spielerischen Zugang zur eigenen Innenwelt eröffnen.

Die Arbeit mit Märchen, Kinderbüchern und Geschichten:
Geschichten begleiten uns oft ein Leben lang. Manche berühren uns besonders tief – so war es für mich lange Zeit mit dem Märchen vom „Rumpelstilzchen”.
Auch in meiner Begleitung nutze ich deshalb gerne Märchen, Kinderbücher und Geschichten. Ihre Bilder, Figuren und Helden können uns helfen, einen neuen Blick auf das eigene Erleben zu gewinnen. Manchmal werden sie zu einem Schlüssel, manchmal zu einem Wegweiser – und manchmal eröffnen sie ganz unerwartet neue Möglichkeiten.
Neben meiner Tätigkeit in der Entwickelungsbegleitung bin ich auch als Märchenerzählerin tätig. Wenn Du mich und meine Art zu erzählen ganz unverbindlich kennenlernen möchtest, lade ich Dich herzlich ein, eines meiner Angebote zu besuchen.
Mehr über meine Märchenwelt findest Du auf meiner Homepage: MaerchenSchnecke.de.

Der Mensch spielt nur,
wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,
und er ist nur da ganz Mensch,
wo er spielt.— Friedrich Schiller —
Wenn wir spielen, dann sind wir ganz und gar Mensch!
Kann man das glauben? Wo doch das Spiel so oft als kindisch, nebensächlich und unwichtig abgetan wird.
Und doch liegt gerade im Spiel eine der größten Möglichkeiten zur Entwickelung. Hier gibt es Platz und Raum, sich auszuprobieren, sich neu zu entdecken, andere Strategien zu entwickeln, albern oder auch ernst zu sein, voneinander zu lernen – und vieles mehr.
Der „Entwickelungsraum“ ist ein Spielraum: ein Raum, in dem freies Spiel stattfinden darf – absichtslos, zweckfrei und ohne ein vorgegebenes Ziel. Ein Raum, in dem wir entdecken können, was entsteht, wenn nicht schon vorher feststeht, wohin es gehen soll.
Udo Baer schreibt dazu:
„Im Spiel wird das Leben erprobt und ohne Spielen gibt es keine Entwicklung der Kinder. Das erscheint vielleicht übertrieben, denn auch ohne Spielen können Kinder sich entwickeln, aber nur schlecht und um einen hohen Preis. Wenn wir für die Kinder etwas Gutes tun wollen, dann sollten wir sie spielen lassen und mit ihnen spielen (…)
Wir brauchen die Kinder nicht zu lehren, wie man spielt. Wir müssen und sollten den Kindern Spielräume geben – Spielräume statt Spielanleitungen.“
— Udo Baer, Kreative Therapie mit Kindern und Jugendlichen, Semnos Verlag

Malen und Gestalten:
Manchmal fehlen die Worte für das, was uns innerlich bewegt. Bilder, Farben, Formen und Materialien können dann einen anderen Zugang eröffnen.
Malen und Gestalten bieten die Möglichkeit, Gefühle, Gedanken und Erlebnisse sichtbar und damit oft auch greifbarer zu machen. Wichtig ist dabei, dass es nicht um „schönes“ oder „richtiges“ Gestalten geht, sondern um den persönlichen Ausdruck.
Im gemeinsamen Prozess kann das entstandene Bild helfen, innere Themen zu entdecken, Zusammenhänge wahrzunehmen und neue Perspektiven zu entwickeln. Manches zeigt sich dabei überraschend – manches darf einfach da sein, ohne sofort erklärt werden zu müssen.
So entsteht ein geschützter Raum, in dem sich das Innere ausdrücken, verändern und neu ordnen darf.

Tanz und Bewegung:
Der Körper erinnert, reagiert und erzählt – oft lange bevor wir Worte dafür finden.
Tanz und Bewegung können helfen, Gefühle wahrzunehmen, Spannungen zu lösen und neue Ausdrucksformen zu entdecken.
Dabei geht es nicht um Schritte oder Leistung, sondern um das eigene Erleben.
In der Begleitung darf Bewegung frei entstehen: kraftvoll, leise, spielerisch oder ganz zurückhaltend.
So können neue Erfahrungen im eigenen Körper spürbar und neu erlebt werden.

Atem und Stimme
Atem und Stimme können auf ganz unterschiedliche Weise erfahrbar werden: hörbar, spürbar und sogar sichtbar.
In meiner Arbeit verbinde ich Atem und Stimme mit kreativen Ausdrucksformen. So kann ein Atemrhythmus gemalt,
eine Stimmung mit Instrumenten zum Klingen gebracht oder die eigene Stimme spielerisch erforscht werden.
Dadurch entsteht ein unmittelbarer Zugang zum eigenen Erleben – jenseits von richtig oder falsch.


